Europa GP 2007 am Ring (1/3)

Ich hatte mich schon viele lange Monate auf dieses Wochenende gefreut. Nun war es endlich soweit. Die Ferien begannen mit einem absoluten Knallerweekend. Am vergangenen Freitag ging es, wieder in jedem Jahr, wieder in Richtung Eifel. Diesmal aber nicht wie gewohnt zur DTM, sondern zur Königsklasse, zur Formel 1. Freitagmorgen, ab ins Auto. Insgeheim hatte ich darauf gehofft noch zum ersten freien Training der Formel 1 am Ring anzukommen, aber es dauerte dann doch länger als erwartet. Naja, irgendwann waren dann die legendären Eifellandstraßen erreicht. Als ich dann plötzlich die Nordschleife entdeckte und somit auch gleichzeitig wusste, dass es nur noch wenige Minuten zum Ziel sind, da kam es wieder. Dieses ganz spezielle Nürburgringfeeling. Das Adrenalin steigt, der Puls geht hoch. Vorbei an den zahllosen Campingplätzen rund um den Ring ging es dann in Richtung K72. Dort wurde ich dann auf Höhe der Fordkurve rausgeschmissen. Sofort drang Motorensound an mein Ohr, besser gesagt der unvergleichliche Sound der GP2 Boliden. Ich wusste, wie eigentlich immer, wenn ich Motorensound rund um den Ring höre, ich bin zuhause. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Ich weiss, für manche Menschen, wahrscheinlich sogar relativ viele, mag das nicht nachvollziehbar sein, wie ein Mensch dermaßen abgehen kann, wenn er unglaublich laute Rennwagen hört, aber bei mir ist es einfach so. Nach einer kurzen Gedenksekunde machte ich mich also über ein paar Schleichwege in Richtung Strecke auf. Der große Vorteil des Freitages ist die Tatsache, dass freie Platzwahl herrscht. Also musste ich nicht großartig meine Tribüne suchen, sondern konnte mich auf die erstbeste begeben. Inzwischen hatte es eifeltypisch zu regnen begonnen. Wobei Regen das Wetter nicht wirklich exakt beschreibt. Es war ein saftiges Gewitter. Das war dann auch der Grund für eine Unterbrechung des GP2 Trainings. Naja, ich hatte also erstmal die Gelegenheit, mich unter einer Tribüne an der Dunlopkehre abzutrocknen. Rund eine Viertelstunde später machten sich dann die ersten mutigen Nachwuchspiloten auf Zeitenjagd. Allerdings hatten einige Fahrer deutliche Schwierigkeiten mit dem nassen Untergrund. Das Kiesbett wurde zum Treffpunkt aller Übermütigen. Knapp zehn Minuten später war dann das Training beendet. Es war endlich soweit.
Die 2,4 Liter V8 Motoren wurden angelassen. Die Formel 1 machte sich über den Eifelkurs her. Mein Puls ging nochmals deutlich in die Höhe. Der Sound geht einem durch Mark und Bein. Es ist einfach unglaublich. Etwas, was jeder einmal erleben sollte. Auch Leute, die sich nicht sonderlich für den Motorsport interessieren sollten sich einmal die Formel 1 live anschauen. In den nächsten 80 Minuten machte ich dann knapp 300 Fotos. Gegen Ende des Trainings bemerkte ich dann, dass meine Arme immer mehr brannten. Der Regen hatte sich in der Zwischenzeit verzogen und die Sonne sorgte nun für den ersten Sonnenbrand. Als dann einige Minuten später das zweite freie Training beendet war, machte ich mich dann in Richtung Haupttribüne auf. Dort hatten einige Teams eigene Stände aufgebaut. Unter anderem auch BMW Sauber. Die Münchener hatten sich etwas abseits des Parkplatzes vor der Haupttribüne den „BMW Sauber Pitlane Park“ aufgebaut. Der Eintritt war kostenlos. Also nichts wie rein. Was mich sofort beeindruckte war die Gastfreundlichkeit der Hostessen. Man bekam ein Schlüsselbändchen mit einem Access Pass umgehängt, dazu noch ein Paar Ohropax, zusammen mit dem Hinweis „Für die Show nachher“. Was mit diesem Hinweis gemeint war, fand mit einem Blick auf eine Übersichtstafel relativ schnell heraus. In einer Dreiviertelstunde fand eine Formel 1 Demonstration statt. Der Pitlane Park ist eine Art Ausstellung, in dem man Formel 1 zum Anfassen geliefert bekommt. Man kann selbst Mario Theissen spielen und sich an den Kommandostand setzen und den Teamfunk verfolgen. Anschliessend kann man sich einzelne Flügel und Flaps genauer anschauen, am Lenkrad drehen oder selbst einen Reifenwechsel durchführen. Zudem sind noch zahlreiche Fahrzeuge, aus dem BMW Motorsportprogramm ausgestellt. Merchandisingstände vervollständigen das Erlebnis. Und natürlich nicht zu vergessen das Highlight. Ein 90 Meter langer Kurs stellt den Mittelpunkt des Parks dar. Dort konnte man dann in regelmäßigen Abständen Jörg Müller bei der Arbeit zusehen. Diese Arbeit bestand darin, Donuts auf die nasse Bahn zu zaubern. Nach diesem unbeschreiblichen Sounderlebnis machte ich mich dann noch kurz in Richtung Haupttribüne auf um zu schauen, was die Teams sonst noch zu bieten hatten. Auf dem Parkplatz hatten Red Bull Racing/ Scuderia Toro Rosso, Bridgestone und Toyota eigene Stände mit ausgestellten Formel 1 Boliden ausgestellt. Meine Kamera lief auf Dauerbetrieb. So kamen im Laufe des Tages knapp 400 Bilder zusammen. Es wären auch noch mehr geworden, aber der Akku stellte dann den Dienst ein. Naja, der Freitag war somit beendet.

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Madrid oder Dnipropetrowsk?

Es war ein Auswärtsspiel der besonderen Art. Selten habe ich mich während eines Spiel so sehr über eine einzelne Person aufgeregt. Aber Michael Kempter hat heute die M.S HSV mit einer Selbstverständlichkeit in die Arktis gesetzt, die kaum zu übertreffen ist. Mehr dazu aber später. Nach einem sehr diskussionsreichen Vorabend ging es am heutigen Sonntag um kurz vor Zwöf Richtung Hannover. Diesmal mit an Bord, natürlich Diana und Anja, die an diesem Tag in Sachen Fussball enjungfert wurde. Als ich Anjas Mimik und Gestig aufm dem Bahnsteig, in Hannover wohlbemerkt analysierte, war mir mehr oder weniger klar, dass sie mit dieser, ich möchte fast sagen asozialen Welt noch nie wirklich etwas zutun hatte. Dementsprechend irritiert war sie dann auch von den fröhlich singenden 96 Fans. Die Hinfahrt bereitete ihr dann naturgemäß überhaupt gar keinen Spass, schliesslich konnte man die Minuten, in denen nicht gesungen wurde, an einer Hand abzählen. Folglich war sie dann deutlich sichtbar erleichtert, als der Sonderzug Bielefeld erreichte. Gegen 14:00 Uhr stolperten wir also aus dem Zug in Richtung Bahnhofsvorplatz. Dort machte Diana dann die Erfahrung, dass auch Bierflaschen der Schwerkraft ausgesetzt sind, was an sich kein Problem gewesen wäre, wenn die Beck's Brauerei ihr flüssiges Gold in Plastikflaschen abfüllen würde. Nach einer knappen Viertelstunde war dann auch der letzte Alkoholiker da, sodass wir uns in Richtung Schücoarena aufmachen konnten. Nach wenigen Metern machten sich dann allerdings eine Großzahl der Fans auf in einen Erotikshop. Naja, wir gingen weiter. Kurz bevor wir dann links in die Kleingärtensiedlung "zum lustigen Toilettengang" gingen, lief uns noch ein symphatischer, aber dummer Freizeitkapitän über den Weg beziehungsweise pöbelte er aus sicherer Entfernung von seinem Balkon. Naja, ich kann ihn verstehen. Was soll man in Bielefeld als Rentner sonst machen? Naja, schliesslich erblicken wir den Türenpalast. Selten habe ich eine so schlechte Organisation eines Bundesligaspiels gesehen, als in dieser Stadt. Das ist wirklich zweitligareif. Einlasskontrollen, wofür? Und als wir dann in unseren Block gehen wollten, der nächste Knaller. Wir mussten durch den aüßersten Block, um dann durch eine kleine Tür, wahrscheinlich von Schüco, in unseren Block gehen zu können. Nunja, irgendwann ging dann das Spiel los, was mich direkt zu Herrn Kempter bringt. Ich habe selten einen Schiedsrichter gesehen, der dermaßen überfordert mit einem wahrlich nicht sehr anspruchsvollen Bundesligaspiel war. Eigentlich ist es dieser Viertklässler nicht wert, sich über ihn aufzuregen, aber wenn man ein klares Handspiel einfach mal so übersieht, handgreiflich gegenüber den Spielern wird und gegen Ende seine Linie völlig verliert, dann frage ich mich ernsthaft, was so ein Mann im Profifussball zu suchen hat, er jedenfalls ist keineswegs ein Profi. Naja, der Spielverlauf selbst lässt sich dann relativ schnell abarbeiten. Bielefeld macht Mitter der ersten Halbzeit das 1:0, dann gleichen wir relativ schnell wieder aus, bekommen aber fast im Gegenzug das 1:2. Zweite Halbzeit, wir machen ordentlich Druck, dürfen aber dank Herrn Kempter kein tor schiessen und werden zu allem Überfluss von Bielefeld ausgekontert. 1:3. Dann war Feierabend und passend zu meiner Laune machte sich über Bielefeld ein Unwetter breit. Naja, ich war bedient, machte mich dann mit Anja, später dann auch mit Diana wieder auf den Weg zum Bahnhof. Auf dem Weg dorthin kamen wir natürlich noch einmal an unserem Kapitän, der inzwischen auch seine Frau mit auf den Balkon geschleppt hatte, vorbei. Diese war mir persönlich sehr symphatisch, weil sie uns die härtesten Beleidigungen an den Kopf knallte, man diese aber nicht wahrnahm, weil sie wie Lukas Podolski ohne Zähne sprach. Naja, Dialekt mal anders. Dank Diana lernten wir dann noch die Bielefelder U Bahn kennen, die den Scharm einer S Klasse aus dem Jahr 1986 besitzt. Zwei Minuten später war dann der Bahnhof erreicht, wo wir uns dann eine letzte Stärkung genehmigten. Die Rückfahrt selbst war dann relativ unspektakulär, was vor allem daran lag, dass wir sie in dem Kinderabteil des Sonderzugs verbrachten, indem wir dann von Streetworkern begleitet wurden. Während der Fahrt lernten wir dann, dass man als Streeetworker einen sehr robusten Magen haben muss. Details möchte ich an dieser Stelle nicht nennen. Naja, irgendwann erreichten wir dann Wunstorf, wo dann schon unser Taxi in Form von Dianas Vater auf uns wartete. So neigte sich ein sehr asozialer Tag seinem Ende.


Das war sie, die Auswärtsfahrt nach Bielefeld, leider, so glaube ich zumindest, war es die Letzte, auf der uns Anja begleitete. Das war einfach nicht ihre Welt. Trotzdem möchte ich ihr an dieser Stelle danken, dass sie das mal mitgemacht hat. Natürlich möchte ich auch Diana danken, ganz besonders sogar. Wofür weiss sie glaube ich selber.

In diesem Sinne, sind wir nicht alle ein bisschen asozial?

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DTM 2007 in Oschersleben!

In den vergangenen Jahren war es immer das magische Wochenende irgendwann im August, dieses Jahr wurde der August zum Mai, der Nürburgring wurde zu Oschersleben. Nunja, Grund dafür war die Terminsetzung der ITR. Diese verlegt den DTM Lauf am Nürburgring in den September, keine Ferien! Also beschloss ich vor geraumer Zeit, die Reise in den Osten der Republik, genauer gesagt in die Magdeburger Börde anzutreten. Nach langer Vorfreude, aber auch einer kleinen Ungewissheit ging es am gestrigen Sonntag um kurz vor Sieben Uhr auf die Autobahn Richtung Berlin. Natürlich viel zu früh. Nunja, knapp 1 1/2 Stunden später war dann Oschersleben erreicht. Raus aus dem Auto, ab zur Strecke. Der Micky Maus Kurs von, auf dem der zweite Saisonlauf ausgetragen wurde liegt inmitten einer beschaulichen Rapsfelderidylle. Nunja, nach fünf Minuten Fussmarsch tauchte der Motorpark Oschersleben dann vor mir auf. Naja, ich hatte noch ein wenig Zeit übrig, um meine Tribüne, die Westtribüne zu suchen. Nunja, nach zwei Minuten hatte ich sie dann schliesslich auch gefunden, nur leider fand ich mein Sitzplatz nicht. Reihe vier, Platz 831. Laut Internetbuchung sollte ich auf einer unüberdachten, rotbestuhlten Stahlbautribüne sitzen, nur leider gab es da keinen Platz mit der Nummer 831. Naja, ich machte mich schon geistig darauf gefasst, die Rennen stehend am Zaun zu verbringen, bis ich mir dann auch mal die fest installierten Tribünen näher anschaute. Hier gab es dann schliesslich einen Platz 831, der rein zufällig auch in Reihe vier lag. Das Problem bestand nur darin, dass die Ostdeutschen sehr geizig mit Beschriftungen umgehen. Wofür sollte man denn die Nummer der Reihen an die Sitze schreiben, ist doch quatsch. Die Leute können das doch selbst abzählen. Nunja, mein Platz lag also auf einer sehr wackligen, aber symphatischen Holztribüne, die mit knarzenden Plastiksitzschalen bestuhlt waren. Selbige lösten sich aus ihrer Verankerung, sobald man sich etwas zurücklehnte. Überdacht wurde der futuristische Bau von einem ebenfalls sehr stylischen Wellblechdach. Im Nachhinein kann ich jedoch sagen, dass ich am gesamten Tag nur etwas mehr als eine halbe Stunde auf dieser Tribüne saß. Vielmehr Zeit verbrachte ich im Fahrerlager. So machte ich nach der Tribünensuche auch gleich auf zum Paddock. Etwas nervig war nur, dass bei jedem Paddockbesuch meine Tasche kontrolliert wurde. Jedes Mal von derselben Person, selbes Mal stellte er die gleichen Fragen. Naja, im Paddock selbst war es dann fast wie am Nürburgring, nur sprachen die Leute einen anderen Dialekt und das Gelände war ein wenig kleiner. Naja, mein Rundgang führte mich vom Seat Leon Supercopa, über die Formel BMW, den VW Polo Cup und den Porsche Carrera Cup bis zu den grossen Motorhomes der DTM Rennställe. Dazwischen drängten sich einige DTM Merchandisingstände und die Showrooms von Audi und AMG. Ich kann euch sagen es ist schon ein extrem geiles Gefühl in einem CL 65 AMG zu sitzen, ein Auto, das dermaßen viel Dampf an der Kette hat, sodass es kein Problem ist, den Mercedesstern in der Asphalt zu brennen. 612 PS, 1000 Nm, 192.000 Euro, Grundpreis! Ein Auto, das in 4,4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt, und das trotz über 2,6 Tonnen. Dagegen wirkt ein CLS 63 AMG mit seinen läppischen 514 PS wie ein Weisenknabe. Naja, ich glaube ich schwelge ein wenig in meinen Träumen. Zurück nach Oschersleben. Nach dem ersten Gang durch den Paddock machte ich mich nun also wieder auf den Weg Richtung Tribünen. Der große Vorteil der Strecke in Oschersleben ist seine Streckencharakteristik. Sehr eng, sehr viel Strecke auf sehr wenig Platz. So kann man die Boliden bei entsprechendem Platz mehr als eine Minute lang sehen. Außerdem ist man sehr nach an den Autos dran, weil große Auslaufzonen schlicht nicht vorhanden sind. Ideal für mich bzw für meine Digicam. Insgesamt machte ich an diesem Tag cirka 800 Fotos. Ein besonderes Highlight am Rennsonntag ist der obligatorische Pitwalk. Dabei können alle Zuschauer, die ein Paddockbändchen besitzen, also auch ich, in die Boxengasse gehen und einen Blick in die Boxen selbst werfen. Dazu gibt’s dann noch schicke Musik von Sunrise Avenue, die leider Monrose als Vorgruppe mitgebracht hatten. Personen über 1,85m sei allerdings gesagt, dass man höllisch aufpassen muss, dass man nicht mit dem Kopf gegen einen Schlagschrauber oder einen Lollipop knallt, weil die Dinger sehr tief hängen. Dafür wird man allerdings mit einer einzigartigen Atmosphäre entschädigt. Irgendwann ertönt dann ein sehr penetrantes Signal, das einen auffordert die Boxengasse doch wieder zu verlassen. Spätestens wenn die V8 Motoren angelassen werden, räumt man dann aber freiwillig was Feld. Also zurück auf die Tribüne, Punkt 14:00 bollern dann 10.000 PS in die Kurve. Knapp eine Stunde später ist dann alles vorbei. Es ist einfach unbeschreiblich schön und ich kann es jedem empfehlen. Schon erstrecht, wenn man sich einen gepflegten Tinnitus zulegen will. Leute, fahrt zur DTM, guckt und vor allem hört euch das an, es ist ohne Zweifel ein Hochgenuss! Und mit 20€ ist man schon dabei. Hochklassiger Motorsport für jedermann.

1 Kommentar 7.5.07 11:56, kommentieren

Endlich 18!

Ewigkeiten habe ich drauf gewartet, aber irgendwie habe ich mir die Volljährigkeit immer anders vorgestellt! Naja, aber fangen wir vorne an. Irgendwann letztes Jahr kam uns, das heisst meiner Schwester Daniela, Olli und mir die Idee, ihre 25. Geburtstage sowie meinen 18. zusammen zu feiern. Aus einer Schnapsidee wurde eine ernsthafte Idee, die immer konkretere Züge annahm. Ich malte mir immer öfter aus, wie geil es werden würde. Ich wollte es mit meinen Liebsten mal so richtig krachen lassen. Nunja, am 31. März diesen Jahres war es dann soweit. Nach vielen Stunden der Vorbereitung und auch des Stresses war es dann soweit. Die ersten Gäste trudelten so langsam aber sicher in das Vereinsheim in Harenberg. Nebenbei wurde noch fleissig am Buffet gewerkelt. Alles sollte perfekt werden. War es dann von den äußeren Umständen auch. Das Buffet stand dann irgendwann in voller Pracht, das Bier war kaltgestellt und für ordentlich Alkohol war, neben dem Bier, auch gesorgt. Immer mehr Gäste kamen, immer mehr Freunde von Olli und Dany. Zu diesem Zeitpunkt machte ich mir noch keine großen Gedanken darüber, weil trotz vieler Absagen doch einige meiner Freunde zugesagt hatten. Aufgrund des Comback von Henry Maske, welches an diesem Abend stieg, rechnete ich jedoch schon damit, dass einige erst später kommen würden. Irgendwann kamen dann auch meine ersten Gäste, Carsten und Daniel, bewaffnet mit einer Vodkapulle und mächtig guter Laune. Leider konnte ich für diesen Abend keinen Fernseher organisieren bzw kein Antennenkabel finden, um selbigen anzuschliessen. Aus diesem Grund beschlossen Carsten und Daniel dem Maske - Kampf bei Daniel zu schauen. In der Hoffnung auf weitere Gäste lehnte ich ihr Angebot mitzukommen dankend ab. Im Nachhinein war das Warten fürn Arsch. Zwar kam Diana grade auf den Hof gefahren, als Carsten und Daniel sich auf den Weg machten, jedoch hielt sie es nicht lange in der Raucherluft aus. Verständlich, schliesslich wurden ihr am Anfang der Woche die Mandeln entfernt. Somit war sie also "entschuldigt", was selten genug bei ihr vorkommt. Naja, ich war ihr schon tierisch dankbar, dass sie überhaupt mal vorbeigekommen ist. Aufmerksame Leser haben vielleicht bemerkt, dass sie also Gast Nr.3 war. Drei von ursprünglich über 20. Naja, der Abend war ja noch jung, ich machte mir also keine Gedanken. Als ich dann um ca zwei Uhr immernoch mit Carsten und Daniel alleine rumhockte, machte sich neben dem Alkohol auch so langsam ein wenig Frust bemerkbar. So kam es, dass ich mir ohne Rücksicht auf Verluste die Kante gab, bis wirklich gar nichts mehr ging. Der Zustand des völligen Rauschs war dann um kurz vor fünf erreicht. Carsten und Daniel waren in der Zwischenzeit auch nach Hause gegangen, zumindest versuchten sie es. Ich erreichte dann trotz einiger Umwege um fünf Uhr die Wohnung meiner Schwester. An schlafen war jedoch auch dann nicht zu denken. Mir war unglaublich übel. Naja, nach einem Toilettengang hatte sich die Übelkeit dann ein wenig gelegt und ich versuchte zu schlafen. Das klappte dann auch irgendwann, aber nicht sehr lange, denn schliesslich mussten wir den Laden ja nächsten Morgen auch noch wieder saubermachen. Meiner Schwester und ein paar andere Leute haben am Vorabend schon das Gröbste weggeräumt (wofür ich ihr im Nachhinein sehr dankbar bin), sodass der Rest schnell wieder in einem einigermaßen akzeptablen Zustand war.  Naja, irgendwann war ich dann auch wieder in Lohnde und konnte endlich den versäumten Schlaf nachholen. Als ich dann irgendwann in den Nachmittagsstunden wieder aufwachte, packte ich dann die ersten Geschenke aus und musste das eine oder andere Mal schmunzeln. Das grösste Grinsen verpasste mir allerdings Diana mit ihrem Geschenk. Wie macht ihr Frauen das?!? Immer wisst ihr genau, was man(n) sich wünscht bzw was man(n) nicht mehr aus dem Staunen rausbringt!

Naja, jetzt bin ich knapp 2 1/2 Wochen 18 und ich muss sagen, dass ich mich nicht großartig "erwachsen" fühle, zumindest nicht viel mehr als mit 17. Naja, ganz abgesehen davon war die Party zu meinem 18 in völliger Griff ins Klo. Schade, ich hätts gern anders gehabt, aber da kann man ja jetzt nun nicht mehr viel dran ändern.  

1 Kommentar 17.4.07 17:58, kommentieren

Der gnadenlose Abstieg des Roy P.

Ich hatte mir nach dem Leverkusenspiel eigentlich geschworen, nie wieder mit einem Fanzug der deutschen Bahn quer durch Deutschland zu fahren. Nunja, am gestrigen Samstag saß ich nichtsdestotrotz um 10:05 Uhr im Fanzug, der sich um Viertel nach Zehn in Richtung Frankfurt aufmachte. Diesmal mit an Bord, die liebenswerte Diana, die sich natürlich ohne das entsprechende Geld für die Fahrt zahlen zu können mit auf den Weg machte und Carsten, der eigentlich Schuld daran war, dass ich nun in diesem Zug saß.

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Am Tag zuvor nervte mich Diana so dermaßen und penetrant, dass ich also zusammen mit ihr noch einen Kasten Bier besorgte. Uns Vieren standen nun eine knapp Vier Stunden lange Zufahrt bevor. In Frankfurt angekommen machte jedoch der Bierkasten völlig unerwartet die schlechteste Figur von uns. Etwas wirklich Erwähnenswertes gibt es von der Hinfahrt eigentlich nicht zu berichten, vielleicht außer der Tatsache, dass sich auch in einer knietief vollgepinkelten Bahntoilette Liebe machen lässt. Kurz vor halb Drei erblicken wir dann die Skyline Frankfurts. Knapp Zehn Minuten später war dann schließlich der Bahnhof „Frankfurt - Stadion“ erreicht.

Nun offenbarte sich, warum das Frankfurter Stadion früher, bevor es zur „Commerzbank Arena“ umbenannt wurde, einst „Waldstadion“ hieß. Umgeben von einem kahlen Wald, tauchte sie dann plötzlich vor uns auf. Die Commerzbank Arena. Etwas verwirrt von den äußerst laschen Eingangskontrollen machten wir uns dann etwa eine halbe Stunde nach Ankunft in der Messestadt auf in Richtung unseres Blocks 20A. Fünf Minuten später war auch diese Etappe erfolgreich gemeistert und wir warfen zum ersten Mal einen Blick in das Innere der WM Arena. Und ich muss ehrlich zugeben, dass die Frankfurter schon genau wissen, wie man ein Bundesligaspiel inszenieren kann.

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Dazu noch die beeindruckende und lautstarke Westtribüne und eine perfekte Fußballatmosphäre war perfekt. Das Spiel selbst war dies allerdings überhaupt nicht. Erschreckend schwacher 96er, die von erschreckend schwachen Fans mehr oder weniger unterstützt worden sind verloren also fast zwangsläufig mit 0:2. Das Spiel war gegessen, die Rückfahrt stand bevor. Bahntypisch begann sie mit einer Verspätung, ging dann weiter mit einer „Deportierung“ der Fans in einen anderen Zug, der schon am Hauptbahnhof in Mainhatten bereitstand und mündete schließlich in das mit Abstand lustigste, was ich je in einem Fanzug erlebt hatte. Denn als sich die erste allgemeine Aufregung legte, stand er plötzlich da: Roy Präger! Die alte Wolfsburger Schnapsdrossel hatte sich neben der Kickerei wohl noch als Polizist ein zweites Standbein geschaffen und passte nun schön darauf auf, dass sich zwischen den einzelnen Abteilen die Bodenbeläge nicht unerwartet lösen. Anders kann ich mir dieses unglaublich sinnlose Rumstehen der Beamten nicht erklären. Anfangs waren wir uns nicht so sicher, ob wir den echten Roy Präger vor uns hatten, aber ein Blick auf seine Nase ließ dann keine Zweifel mehr zu. Er war es definitiv! Auch seine Körpergröße von geschätzten 1,49m ließ uns immer fester daran glauben, dass er es wirklich war. Nach knapp einer Stunde Fahrzeit war Roy dann auch schon extrem angepisst, weil er wohl nicht wahrhaben wollte, dass man ihn als ehemaligen Fußballprofi erkannte. Berufsrisiko! So rasten wir also mit dem einzig wahren Roy mit 258 km/h durch Wolfgang, ohne auch nur irgendwelche dumpfen Geräusche wahrzunehmen. Doch dann standen wir irgendwann. Und wir standen und standen und standen. Nichts ging mehr voran. Bis vielleicht auf den Hunger, der sich immer wieder bemerkbar machte. So kam es dann, dass im Namen von „Takahara International“ bei der Auskunft angerufen wurde, um einen Pizzabringdienst zum Zug zu lotsen. Das einzige Problem an der Sache war, dass diese unfähigen Angestellten der Auskunft nicht in der Lage sind, die Pizzabringdiensttelefonnummern zwischen Frankfurt und Hannover rauszusuchen. Und das obwohl wir eindeutig klar machten, dass wir direkt an einem Pfeiler gestrandet waren. Auch Roy konnte uns nicht weiterhelfen. Irgendwann ging es dann aber auch mal weiter, weil die gezogene Handbremse irgendwann wieder gelöst wurde. Kaum war das eine Problem gelöst, schon entstand das Nächste. Sowohl Kippen, als auch Bier neigten sich dem Ende. „Haste Kippen?!?“ entwickelte sich zur meist gestellten Frage des Abends. Leider mit geringem Erfolg. Doch mit Roy vor der Nase wurde die K – Frage schnell zur Nebensache. Angepisst versuchte er uns zu ignorieren, aber wenn wir Fußballfans mal einen Weltstar wie Roy Präger vor uns haben, dann geben wir nicht so schnell auf. Doch leider nahm er unsere zahlreichen Einladungen nicht ein und ignorierte und konstant. Kurz nach Bebra machte sich jedoch der Durst wieder deutlich bemerkbar, sodass wir Diana, die sich netterweise dazu bereiterklärte, in Richtung Getränkeabteil schickten. Kurz vor Göttingen kam sie dann wieder und brachte uns kleine Annehmlichkeiten in Form von Gerstensaft mit. Sie selbst hatte es natürlich nicht nötig, sich selbst etwas zu kaufen geschweige denn, es selbst zu bezahlen. So wurde also alles, was das Diansche Herz begehrte schnell zusammengeschnorrt. Ich bin mir relativ sich, dass sich diese Frau auch wochenlang ohne einen einzigen Cent in der Tasche zu haben, durch die luxuriösesten Lebensstandards schnorren kann. Hannover, oder wie es die Frankfurter schreiben würden „Hannowa“, rückte immer näher und Roys Laune näherte sich immer mehr dem Tiefpunkt. Zumindest sah er , als der Zug in den hannoverschen Hauptbahnhof einfuhr, nicht sehr glücklich aus. Er hatte sich in weiser Voraussicht schon einmal ein kleines Guckloch in die Scheibe geschaufelt und konnte so seine Flucht vor den bösen Fußballfans exzellent planen. Es half aber nichts. Freundlich wie wir sind, verabschiedeten wir uns noch von ihm und machten uns dann auf den Weg nach Hause. Und somit war dann auch die lustigste Auswärtsfahrt einmal zu Ende. Eine Fahrt, auf der ich gemerkt habe, wie sehr ich Dialekte hasse.


Nebenbei möchte ich hiermit meinen Rücktritt vom Fanzugfahrens bekannt geben. Dies war sie nun, die definitiv letzte Auswärtsfahrt mit der deutschen Bahn! Und sie war Ihrer mehr als würdig. An dieser Stelle möchte ich auch noch mal Carsten und im Speziellen Diana für diesen wunderschönen Tag danken!

2 Kommentare 4.3.07 01:48, kommentieren

Auswärtsfahrt nach Leverkusen

Bis auf den Geburtstag von Julia stand mir eigentlich ein eher ruhiges Wochenende bevor, zumindest dachte ich das. Weit gefehlt. Mittwoch Nachmittag ereilte mich "ein dringender Anruf" von Diana. Sie pflegt es ja wie kaum eine andere, den Satz "Ich brauch Geld!" in so ein unauffälliges Kostüm zu verpacken. Diesmal lautete die Variante "Bis heute um 19 uhr kannst du dir überlegen ob du zeit lust und 27,50 € hast um mit mir nach leverkusen zu fahren. 13,75 € für meine karte würdest du selbstverständlich am ersten wieder bekommen.". Die Entscheidung musste also relativ spontan getroffen werden und was soll ich sagen? Die letzte Auswärtsfahrt war immerhin schon knapp drei Monate her und Lust hatte ich schon. Also stand ich am Samstag um 10:15 Uhr auf dem Bahnhof in Seelze und machte mich also zusammen mit Diana auf den Weg nach Leverkusen. Vier Stunden Zugfahrt standen uns bevor, also galt es für ein Mittel gegen die Langeweile zu sorgen. Mein Mp3 - Player stand stellvertretend für dieses Mittel. Also beschäftigten wir uns zunächst mit gepflegter Musik, bis wir uns dann dem Verhältnis zwischen Männern und Frauen widmeten. Um ca 14:30 Uhr war dann Leverkusen erreicht. Begleitet von den legendären "Village People" machten wir uns dann auf die letzten Meter Richtung BayArena. Die Sonne lies den Tablettentempel in einem warmen Frühlingslicht erstrahlen, T - Shirt - Wetter war angesagt.


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Das Spiel selbst war dann von dem frühen Führungstreffer durch Jan Rosenthal, dann von ausgelassenen Chancen geprägt. So wurde es dann unfreiwilligerweise in den letzten Minuten viel zu spannend, weil Leverkusen auf einmal doch noch etwas investierte. Der Schlusspfiff erlöste dann das Kollektiv im Gästeblock. Als dann nach Spielende die restlichen Endergebnisse bekanntgegeben wurden, war auch Dianas königsblaues Herz befriedigt. Gegen Viertel vor Sechs gings dann wieder Richtung Bahnhof, wo dort eine mehr oder weniger angenehme Diskussion mit Spritti folgte. Naja, irgendwann kam dann auch unser Zug, mit dem wir uns dann schließlich auf den Heimweg machen konnten. Selbiger war dann unerwartet unspektakulär beziehungsweise, das, was ich mitbekommen habe. Die Müdigkeit machte sich einfach zu sehr bemerkbar. Gegen 22:00 hatten wir dann unsere Heimat erreicht und empfangen Niedersachsens Hauptstadt erst einmal mit einer Rauchbombe. Knapp eine Dreiviertelstunde später fiel ich dann glücklich, aber erschöpft in mein Bett und versuchte den Schlaf, der mir übers Wochenende abhanden gekommen war, wieder aufzuholen.

Abschliessend möchte ich Diana, die sich übrigens an diesem Nachmittag Waren im Gesamtwert von ca 50€ zusammengeschnorrt hat, für diesen wunderschönen Fussballtag danken.

2 Kommentare 18.2.07 13:33, kommentieren

Ein Meter für ein(e) Hallejulia!

Der 18. Geburtstag, Anlass für eine denkwürdige Party. Julia lud ein, zahlreiche Freunde folgten dem Ruf und haben es am vergangenen Freitag mal wieder ordentlich krachen lassen. Unter Berücksichtigung der bevorstehenden Leverkusen - Fahrt am nächsten hatte ich mir eigentlich vorgenommen, dem Kollegen Alkohol nicht sooo viel Beachtung zu schenken, aber dieser Vorsatz war nach knapp einer Stunde schnell über den Haufen geworfen. Am Laufe des Abends kristallisierten sich immer eindeutiger zwei Hauptdarsteller heraus. Zum Einen der äußerst symphatische Billardtisch, auf dem zahlreiche spannende Partien ausgetragen wurden. Zum Anderen eine Person, die ich zu ihrem eigenen Schutz einfach mal "Person A" (wie Alkohol) nenne. Es ist schon verwundernswert, wie viel Alkohol in einen, zugegeben kleinen, Körper passen. Und genau dieser kleine Körper, beziehungsweise die fehlende körperliche Masse, um den Alkohol zu verarbeiten, sorgten dann dafür, dass sich "Person A" immer weiter in den Vordegrund drängte. Mit hochgradig philosophischen Zitaten gewann der Abend immer mehr an Klasse. Doch auch der schönste Abend ist einmal zuende. Dies war dann gegen zwei Uhr der Fall. Das Taxi war bestellt, die Mission Bacardi + Bier + X war mehr als erfüllt beziehungsweise abgefüllt. Nun galt es nur noch "Person A", die inzwischen schon das Laufen verlernt hatte, sicher zum Taxi zu bringen. Gegen viertel nach zwei war auch diese Hürde genommen und dann konnte auch ich mich auf den Heimweg machen. 

An dieser Stelle möchte ich Julia, der Gastgeberin, noch einmal für diesen äußerst amüsanten Abend danken. 

18.2.07 12:44, kommentieren