Ein Fussballabend der besonderen Art

Endlich mal wieder Pokal, endlich mal wieder ein "echtes" Flutlichtspiel und das alles endlich mal wieder in Hannover. Pokalspiele sind immer wieder etwas ganz besonderes. So auch das DFB - Pokal Achtelfinale am vergangenen Mittwoch. Zu Gast waren die Zebras aus Duisburg. Aber alles nacheinander. Nach einem äußerst stressigen, aber u.a. auch äußerst erfolgreichen (gelle Diana) Tag ging es also aufgrund einer Fahr- und anschließender Kreativstunde um 18:17 Uhr mit der S - Bahn in Richtung Hannover. Später als gewohnt, nämlich um kurz vor Sieben, hatte ich also die AWD Arena erreicht. Nachdem ich die Drehkreuze passiert hatte, machte ich mich also auf die letzten Meter in Richtung des Blocks N5. Dort angekommen liefen dann auch schon die Mannschaften aufs Feld, Punktladung! Nun hieß es also: Mindestens 90 Minuten Pokalaction. Und ab der ersten Minute an kam diese besondere, diese einzigartige Pokalstimmung auf. Und diese Pokalstimmung übertrug sich scheinbar auch auf die Mannschaft, Von Anfang an war es eigentlich ein Spiel auf ein Tor und nach einer halben Stunde hätte es schon gut und gerne 3:0 oder 4:0 stehen können. Aber wir sprechen ja schließlich von Hannover 96 und somit zwangsläufig auch von einer miserablen Chancenauswertung. Egal ob es jetzt Thommy Brdaric mit mehreren Großchancen, Jan Rosenthal oder sonst wer war. Das Ding wollte einfach nicht rein - bis zu diesem Zeitpunkt. Dann erreichte eine präzise Flanke den Kopf des Jiri S. Der Ball zappelte im Netz, die Arena stand Kopf. Doch plötzlich nahm ich aus dem Augenwinkel eine gelb - orangene Fahne war. Der Kollege von Herrn Wagner hatte offensichtlich etwas gegen die Party. Es stand also weiterhin 0:0. Kurz vor der Pause schaffte es Hanno Balitsch dann Unglaublicherweise, denn Ball aus drei Metern Entfernung 5,43m über das Tor zu dreschen. Aber genau dieser Hanno Balitsch war es dann, der zwei Minuten nach der vergebenen Großchance aus knapp 30 Metern einfach mal abzog. Duisburgs Keeper Georg Koch, der an und für sich kein Schlechter ist, ließ den Ball freundlicherweise die Torlinie passieren. Endlich! 1:0! Und das kurz vor der Pause, ganz wichtig. Aufgrund der Duisburger Harmlosigkeit waren sich jetzt schon fast alle 40000 im Stadion sicher, dass das der Siegtreffer sein musste. Auch nach der Halbzeitpause kam kaum noch Gefahr auf. Bis auf eine Szene, in der sich der Ex - Hannoveraner Idrissou davongestohlen hatte. Doch unser Keeper Robert Enke reagierte sensationell und parierte die einzige Chance der Duisburger. Ca 32 versemmelte Torchancen später war er dann geschafft! Viertelfinale!!!

Somit endete das Jahr 2006 versöhnlich mit einem 1:0 über den MSV. Und nun geht sie wieder los, die elendig lange Winterpause!   

 

1 Kommentar 21.12.06 21:52, kommentieren

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Mario Barth zu Gast in Hannover!


Der dritte Dezember, 20:18 Uhr. Das Licht geht aus und die (AWD) Halle tobt. Eine dumpfe Stimme kündigt das nun folgende Prozedere an. "Wir schreiben das Jahr 1972. Vor den Augen seiner Mutter wird ein kleiner Junge geboren. 30 Jahre später ist er nun hier. Der Mann, der alle Frauen haben kann und auch jede Frau hatte. (...)". Mit einem kollosalen Feuerwerk betritt ein junger Mann mit ausgeprägtem Berlinakzent die Bühne. Er ist der Mann, der die Frauen versteht, aber keiner weiss so richtig warum er dies eigentlich tut. Mario Barth weiss einfach wie Frauen funktionieren!

Beispiel gefällig? Man geht mit seiner Freundin auf eine Party. Man(n) will sich so richtig abschießen. Also fahren du hin und deine Freundin zurück. Dann is jeder mal gefahren. Deine Freundin ist wahrscheinlich schon zu diesem Zeitpunkt total angepisst, weil sie sich mal wieder 4:36 Std "fertig" gemacht hat und es trotzdem nicht so geworden ist wie sie es sich eigentlich erhofft hatte. Ihr fahrt also zur Party und du musst dich natürlich so schnell wie möglich volllaufen lassen; Wer weiss wie lange es deine Freundin aushält. Also schnell 15 - 20 Vodka - RebBull trinken, denn man will ja auch richtig voll sein. Immerhin fährt dich deine Freundin in deinem Autodeinem Auto einzuparken, rückwärts! Sie knallt also den Rückwärtsgang rein, natürlich ohne die Kupplung zu treten. Ich sag euch ihr glaubt nicht so es sich anfühlt, mit 80 Sachen rückwärts zu fahren. Und natürlich, das Unvermeidliche passierte. Unser Auto landete also in einer Laterne. Und das trotz einer Park Distance Control. Deine Freundin wundert sich nur, was da denn so komisch piept und ermahnt dich nur, dein Auto mal in der Werkstatt checken zu lassen. Nunja, du als betrunkener Mann merkst also nicht mehr so viel und lässt deine Freundin proforma am Leben. Du fragst sie aber, ob sie das war. Natürlich war sie es, aber was sagt deine Freundin? "Nein!". Du gibst ihr eine zweite Chance. "Wie kommt denn die Laterne auf die Rückbank?". Als Antwort kriegst du dann nur sowas wie "Ja was weiss ich, was du mit deinem Auto so machst!!!". Völlig angekotzt geht ihr beide also in eure gemeinsame Wohnung. Und bei Männern ist das immer so. Wenn wir betrunken sind, dann haben wir meisten immernoch so ein bisschen Hunger. Du gehst also in die Küche und holst eine 3 Kilo Gans aus dem Froster. Backofen angeschmissen, Gans drauf und mit dem Wein, den du dir von der Party als Reiseproviant mitgenommen hast, begießen. Der Nachteil an der ganzen Geschichte ist, dass so eine Weihnachtsgans so ihre drei, vier Stunden braucht. Was macht man also in der Zeit? Deine Freundin steht seit knapp einer halben Stunde im Bad um sich "bettfertig" zu machen. Du legst dich also ins Bett und versuchst solange, bis die Gans fertig ist zu schlafen. Nach knapp zwei Stunden wachst du wieder auf, weil deine Freundin gerade ins Bett kommt. Sie musste sich ja schließlich "bettfertig" machen, drei Stunden... nach Hause. Und wenn man dann nur so angetrunken ist, dann merkt man viel zu viel. Eine halbe Stunde und 18 Vodka - RedBull später wirst du von deiner Freundin also aus dem Paradies liebevoll mit dem Satz "Ey, wir fahrn!!!!" abgeholt. Du schleifst dich ins Auto, haust mit letzter Kraft den Gurt ins Schloss und übergibst dich deinem Schicksal, das in Form deiner Freundin neben dir sitzt. Doch bei uns Männern ist das immer so: Wenn wir betrunken sind, dann schlafen wir an den unmöglichsten Orten, u.a. auch im Auto. Doch kurz bevor du wieder zuhause bist, wachst du wieder auf. Du hörst den Motor kreischen, weil deine Freundin die ganze Zeit im ersten Gang gefahren ist. Immerhin hat sie ein Automatikwagen und kann also mit einer manuellen Gangschaltung nichts anfangen. Vor deiner Einfahrt angekommen, ging nun an den Horror für jeden Mann. Deine Freundin versucht mit

Du versuchst sie also noch ein bisschen abzulenken und überredest sie noch ein bisschen Flaschendrehen mit dir zu spielen. Sie fängt also mit der Weinflasche an zu drehen. Was sie nicht wusste war, dass da noch ein kleiner Schluck Rotwein drin war, der sich also jetzt auf deiner Tapete ausbreitete. Nachdem sie also völlig entnervt die komplette Wand mit Salz pflasterte, konnten wir endlich weiterspielen. Die Flasche zeigte auf sie, sodass sie dich Wahl zwischen Wahrheit und Pflicht hatte. Da sie aber so angepisst war, nahm sie Wahrheit, denn sie hatte partout keine Lust um halb vier noch etwas zu machen. Das war meine Chance. Ich fragte sie: "...du? Mäuschen? M...M...Mäuschen, w...w...w...weisst du wer mein Auto kaputt gemacht hat?". Ihr glaubt nicht wie sauer eine Frau werden kann.

Das war nur ein kleiner Auszug aus dem 90 minütigem Programm. Und ich kann euch sagen, jede einzelne, dieser 90 Minuten hat sich voll und ganz gelohnt! So sehr, dass ich mich wohl auch im Mai wieder dort blicken lassen werde. Und den Freunden der schonungslosen Comedy kann ich auch nur empfehlen sich das mal anzuschauen. Die 27€ lohnen sich auf jeden Fall.

Bleibt mir abschliessen eigentlich nur noch zu sagen:

Männer sind primitiv, ABER glücklich!

 

1 Kommentar 4.12.06 14:13, kommentieren

Eine Nacht im November

Es war 11.11.2006 und genau dieses Datum hatte offensichtlich für ein paar Leute eine besondere Bedeutung. Dazu aber später mehr. Alex und Sebastian luden zur Party anlässlich ihres 18. Geburtstages und zahlreiche Freunde folgten diesem Ruf. Nach einer spontanen Geschenksuche machten sich Diana und Ich gegen halb Neun auf in Richtung Dunkle Straße, auf dem Weg dorthin folgten wir vier unterdurchschnittlich intelligenten Schicksen, die sich vergeblich versuchten mit ihrem vier Köpfen unter einen kleinen Regenschirm zu verstecken um sich vor dem monsunartigen Regenfällen zu schützen. Natürlich war dieser Versuch von vornherein schon zum Scheitern verurteilt. Beim Gastgeber angekommen, wurden erst einmal kleine Nettigkeiten ausgetauscht um sich dann auf die chillige Couch im Studentenstyle fallen zu lassen. Plötzlich überkam Diana ein nicht zu überhörender Lachanfall. Sie hatte soeben Kenntnis davon genommen, dass die eben angesprochenen Schicksen, formaly known as Elite bzw 1337, geschlossen mit den gleichen Schuhen aufgelaufen sind. Ich habe das zuerst gar nicht gesehen, da durch meine beschlagene Brille nicht wirklich viel sehen konnte. Als ich dann langsam wieder erste Konturen meiner Umwelt wahrnehmen konnte, entschloss sich Maddin spontan die Nebelmaschine auf ihre Funktionalität zu prüfen. Als sich der Rauch wieder legte, konnte ich mich dann auch aufgrund der Schuhwahl der Schicksen voller Hingabe wegschmeissen. So ein herrliches Bild und das auch noch am 11.11. Ab sofort nannten wir sie nur noch liebevoll "Viergestirn". Auch Kemper konnte sich einen herzhaften Lachflash nicht verkneifen. Nun konnte die Party also richtig losgehen, und dies passierte mit dem immer gleichen Schema. Nach dem ersten Bier folgte das Zweite, dem dritten folgte das Vierte usw. Sieben Biere und unzählige eindeutige Angebote von Malte später, entschloss sich die Elite bedauerlicher Weise von Dannen zu ziehen. Allerdings tat dies der Stimmung keinen Abbruch, denn nach und nach übernahm Malte unfreiwilliger Weise die Hauptrolle. Vollgetankt bis zum Anschlag schaute er sich zuerst die Vegetation des koerbsschen Gartens aus nächster Nähe an um sich dann erstmal eine kleine Auszeit zu gönnen. In dieser Auszeit beschäftigte er sich allerdings nicht damit, wie er seinen Alkoholgehalt dezent verstecken konnte, im Gegenteil, er stellte allen Anwesenden sein Paarungsverhalten zur Schau. Leidtragende waren unter anderem Marcel und Maddin.

Gegen zwei Uhr wurde dann schließlich auch noch die letzte Vodkaflasche angebrochen. Es ist teilweise schon unfassbar, welche explosiven Mischungen unter der Regie des Florian K. entstehen können. Vom Geschmack dieser Mischungen mal ganz zu schweigen. Nunja, knapp eineinhalb Stunden, oder besser gesagt, achte Flaschen Bier und unzählige Angebote von Maltes Seite später war auch diese Flasche Vodka leer und gegen zwanzig vor Vier machten wir uns auf den Weg zum Bus, wobei das der eine oder andere nur mit Mühe schaffte. Andere widerum hielte es für unabdingbar sich vor dem laaaaaaangen Weg zur Bushaltestelle noch einmal überflüssigem Balast zu trennen. Aber letztendlich schafften es alle unbeschadet zur Bushaltestelle. Das war sie also, die Geburtstagsparty von Alex und Sebastian.

1 Kommentar 12.11.06 21:16, kommentieren

Etwas ganz besonderes!

Anlässlich ihres 18. Geburtstages dachte ich mir, dass ich mal etwas über eine ganz besondere Person schreibe. Es handelt sich um Diana. Ich kenne sie zwar schon seit einer halben Ewigkeit, aber es hat sich erst vor knapp 1 1/2 Jahren eine, ja ich möchte fast sagen, innige Freundschaft entwickelt. Heute bist du, Diana, aus meinem Leben kaum noch wegzudenken. Du hast dich echt zu einem ganz besonderen Menschen in meinem Leben gemausert. Es ist schon ein bisschen komisch, was wir in den letzten paar Monaten alles zusammen erlebt haben. Damit meine ich nicht nur die zahlreichen positiven Momente. Da wäre z.B. der Anfang des letzten Sommers. Ich glaube, du weisst schon was ich meine. Doch auch das hast du, meiner Meinung nach, extrem bewundernswert gut gemeistert. Wie so Vieles! Es gibt so viele Momente, die sich mir ins Gedächtnis gebrannt haben, diese hier alle aufzuzählen, würde viel zu lange dauern. Es macht auf jeden Fall immer wieder unglaublich viel Spaß, genau solche Moment mir dir zu erleben. Es mag zwar eine altergebrachte Floskel zu sein, aber ich bin echt verdammt froh, dass es dich gibt und dass ich dich kennenlernen durfte bzw darf!

Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass ich mir wünsche, noch viele schöne Augenblicke mit dir erleben zu können!

Denn du bist "etwas ganz besonderes"!  

1 Kommentar 11.11.06 19:17, kommentieren

Fanatic Dreams Gig im Johannes Kepler Gymnasium

Ich nehme es gleich vorweg. Die große Sensation bliebt aus. Wobei es gar nicht so eine riesen Sensation gewesen wäre, denn immerhin galten die Fanatic Dreams in Expertenkreisen zu den Favouriten und auch nach einer äußerst ansprechenden Leistung beim "Battle of the Bands" stiegen die Chancen auf einen Sieg stetig. Doch leider hatte ein Großteil der Anwesenden kein Gespür für wirklich gute Musik. Dies überraschte nicht nur die Fans der Dreams, sondern auch die Musiker selber.

Als dann um kurz vor 23:00 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt war, war die Enttäuschung förmlich zu spüren. So wurden zahlreiche Fanatic Fans kurz nach, und auch schon vor der Bekanntgabe des Ergebnisses mit einem Bierkasten gesichtet, offensichtlich diente der Alkohol der Frustbewältigung. Gegen Ende des Abends berichteten Augenzeugen sogar von einem regelrechten "Frustfressen" einiger Fans.

Ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass Diana am, inzwischen gestrigen, Freitag ihren 18. Geburtstag feierte. Herzlichen Glückwunsch nochmal an dieser Stelle!

Bis zum nächsten Gig guckt euch ruhig mal die Seite der http://www.fanatic-dreams.de/ an!

10.11.06 16:12, kommentieren

Auswärtsfahrt nach Gelsenkirchen

Nach knapp einem Jahr war es mal wieder soweit. Ein ging wieder in den Pott, diesmal aber nicht nach Dortmund sondern nach Gelsenkirchen. Wir, das waren Diana, Daniel und sein Kumpel, dessen Name mir spontan entfallen ist, entschlossen uns spontan doch nicht mit den einschlägig bekannten Bimmelbahnen, sondern mit einem Fanzug Richtung Gelsenkirchen zu fahren. Pünktlich, wobei "pünktlich" bei der deutschen Bahn relativ ist, ging es dann um zehn nach elf in Hannover los. Planmäßige Ankunft in Gelsenkirchen sollte dann um viertel vor zwei sein. Also lagen nun knapp zweieinhalb Stunden vermeindlich langweilige Zufahrt vor uns. Kurz nach Neustadt a. Rbg. packte Diana dann das Kartenspiel endlich aus. Knapp zwei Stunden und gefühlte 941 verlorenen Partieen später erreichten wir dann den Pott. Auf dem Weg nach Schalke ließen wir Wanne Eickel und Castrop Rauxel hinter uns und um zehn vor zwei war es dann geschafft. Wir erreichten Gelsenkirchen. Auf dem Weg runter Richtung Busshuttle ließ man dann auch schon mal die eine oder andere Kiste Bier fallen, sodass die Polizei "scharf" gemacht wurde. An den Bussen angekommen stürmten wir selbige und sicherten uns die begehrten Sitzplätze. Eine Viertelstunde später kam dann der Busfahrer auf die glorreiche Idee, seinen Bus Richtung Veltins Arena zu bewegen. 20 Minuten später erreichten wir dann die Arena. Diese 20 Minuten waren allerdings länger als mir lieb war, denn kurz nachdem der Bus sich am Bahnhof in Bewegung setzte, machte sich Diana schon auf den Weg Richtung Daniel, der im hinteren Teil des Busses saß. Diese Gelegenheit nutzte ein unglaublich ekelhafter Mann, ich nenne ihn einfach mal Siggi, scharmlos aus. Siggi setzte sich neben mich. Ab sofort wurden Linkskurven für mich zum puren Horror. Denn Siggi hatte nur ein Hobby, und das war Sabbern. In Linkskurven setzte sich also Siggi dann, bedingt durch die Fliehkraft, in Bewegung, er kam mir immer näher, denn anstatt sich festzuhalten, drückte mich Siggi immer näher an die Scheibe. Gegen Ende der Busfahrt wurde Siggi dann anscheinend immer müder. Ich wartete nur noch darauf, dass er so langsam seinen sabbernden Schädel auf meine Schulter ablegt. Gott sei Dank war die Fahrt dann auch irgendwann zuende. Wir waren also angekommen und alle stürmten aus dem Bus. Auch wir sammelten uns vor dem Eingang. Wobei Eingang maßlos übertrieben wäre. 3000 Fans wurden durch sage und schreibe vier schwimmbadähnliche Drehkreuze gelenkt. Danach folgten dann die Leibesvisitationen. Wer auch diese über sich ergehen ließ, durfte dann Richtung Freigehege, besser bekannt als Gästeblock. Im Block angekommen überblickten wir die Situation im Block kurz um uns einen guten Platz zu suchen. Vergeblich, uns blieb nur noch die vorletzte Reihe, aber das war uns in diesem Moment egal. Das Spiel an sich kann man schnell schildern. 1:0 Schalke, 2:0 Schalke, 2:1 Schalke.


Wir verloren also das Spiel. Direkt nach dem Spielende ging es dann wieder in Richtung Busshuttle. Auf dem Weg dorthin erklärte uns Diana, dass die mit einem Bekannten die Heimreise im Auto antreten würde. Das war zwar nicht die feine englische Art aber auch nicht mehr zu ändern. Wir waren also nur noch zu dritt und quetschten uns in einen Bus. Eine halbe Stunde später machte dieser sich dann auch auf den Weg Richtung Hauptbahnhof. Dort angekommen versorgten wir uns noch schnell mit Getränken für die Rückfahrt. Im Bahnhof hatte uns die Polizei dann netterweise schon von den Einheimischen rigoros abgetrennt. Nach kurzer Kartenkontrolle stiegen wir also in den Zug Richtung Hannover. Doch schon zehn Minuten später war uns klar, dass die kommenden zweieinhalb Stunden die längsten unseres Lebens werden sollten, denn wir wurden schon von alkoholisierten Fans begrüsst. Natürlich setzten diese sich sofort zu uns ins Abteil. Nunja, kurz nach Bochum war dann auch der letzte Fan, uns ausgenommen, einwandfrei blitzeblau. Erst kurz nach Minden legte sich dann die Stimmung wieder, weil sich unter den Betrunkenen so langsam die Müdigkeit bemerkbar machte. Nun hatten wir ca eine halbe Stunde so etwas wie Ruhe. Nach drei Stunden hatten wir dann wieder Hannover erreicht. Schließlich setzten wir uns in die S Bahn nach Seelze und um viertel vor elf hatte ich es schließlich geschafft.

 

Das war sie, die Auswärtsfahrt nach Gelsenkirchen. Und ich kann euch sagen, es war definitiv nicht die Letzte!

3 Kommentare 7.11.06 21:30, kommentieren

Farin Urlaub Racing Team in der AWD Hall!

Es war mein persönliches musikalisches Highlight im Jahre 2006. Farin Urlaub und sein Racing Team waren in der Stadt. Wir schrieben den 3. November und es war 20:08 Uhr als sich die ersten Töne eines Schlagzeuges den knapp 5000 Fans zu erkennen gab. Dann fiel der Vorhang. Die nächsten zwei Stunden waren das pure Glück. Doch zwischen dem eröffnenden "Mehr" und dem finalen "Zehn" lagen Welten. Die 5000 Fans verschmolzen regelrecht mit dem Racing Team. Viele Leute fragen mich immer wieder, was ich denn an "die Ärzte" und "FURT" so toll finden würde. In diesem Moment, da bin ich mir sicher, wären 99 Prozent verstummt und hätten sich, genau wie ich, dieser perfekten Symbiose aus Entertainment und unglaublich guter Punkmusik hingegeben. Es ist schwer, diesen Leuten auf diese Frage zu antworten. Ich rate ihnen meistens immer, doch mal ein Live Konzert zu besuchen. Und spätestens nach dem Opener "Mehr" wusste ich, dass sich die 21€ mehr als gelohnt hatten. Nach knapp einer Stunde kam es dann zum vorläufigen Höhepunkt des Konzertes. Er zählte bis Zehn, und dann wollte er uns springen sehn. Was dann in der Halle abging, war der pure Wahnsinn. 5000 Leute, egal wie alt, egal wie jung, sprangen sich zwei Minuten lang  Sprunggelenke wund. Danach gabs dann zur Erholung erst einmal was Ruhigeres. Wobei "ruhig" bei Farin Urlaub relativ ist. Nach knapp 1 3/4 Stunden ging es dann auf das große Finale zu. Mit "Wo ist das Problem" stellte Farin sein Racing Team elfköpfiges Racing Team vor, danach folgte zum Abschied, wie passend, das "Abschiedslied". Um 20 nach zehn war es dann vorbei - das Konzert, auf das ich mich seit Monaten so sehr gefreut habe fand in "Zehn" seinen würdigen Abschluss. Noch einmal hüpften 5000 Leute wie bekloppt. Nach einem kleinen Regenerationsdrink machte ich mich also auf zur U- Bahn Haltestelle, wo ich dann zu meiner Verwunderung feststellte, dass wohl das Spiel von Hannover 96 auch gerade erst zuende gegangen sein musste. In der Bahn erfuhr ich dann, dass "wir" mit 0:2 verloren hatten...gegen Bochum, den bis dato Tabellenletzten. Aber an so einem Abend konnte ich mich irgendwie nicht wirklich darüber ärgern!

1 Kommentar 7.11.06 17:27, kommentieren