DTM 2006 am Nürburgring


 

Wie in den vergangenen Jahren führte es mich auch dieses Jahr an einem Wochenende im August in die Eifel. Der Ring rief und zwei Deppen aus Lohnde konnten nicht widerstehen. Dieses eine Wochenende entwickelte sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem festen und eigentlich auch einzigen Programmpunkt des "Vater - Sohn Programmes". Naja, auf jeden Fall genoss ich es auch dieses Jahr in vollen Zügen, auch wenn es immer wieder dieselben Probleme mit sich bringt. Samstagmorgen, 6:00 Uhr. Mein Handy schmetterte fröhlich "Eins und Zwei und Drei und Viertundfünfzig, Vierundsiebzig, Neunzig Zweitausendsechs, ja so stimmen wir alle ein...!" Blind, wie ein Maulwurf versuche ich mit letzter Kraft auch nur irgendeine Taste meines Handys zu treffen, damit dieses blöde Ding endlich s Maul hält. Auch wenn mir das, wie jedes Jahr, gelang hatte mein Handy seinen Zweck erfüllt. Ich war wach... zumindest habe ich nicht mehr geschlafen. Egal, hundemüde schleppte ich mich Richtung Badezimmer. Zehn Minuten später hing ich förmlich am Frühstückstisch und merkte wie die Müdigkeit so langsam der Vorfreude wich. Kurz vor vor 7:00 Uhr kroch ich dann in den viel zu kalten Innenraum eines Honda Jazz'. Hier offenbarte sich das zweite Problem des Tages. Mein Vater und Ich fahren zum Nürburgring, zu einem DTM Rennen, ein Männersport (!!!!!) und das in einem Honda Jazz - in einem Frauenauto. Wenn es nur das gewesen wäre. Um es kurz zu machen, die Lackierer in Offenbach verpassten dem Ding mehr oder weniger unauffälliges Rosa (!!!!!!!!!!!!!!!!). Nunja, wir kennen die Blicke inzwischen und auch die Kommentare à la "Oh Schatz guck mal, das ist ja auch eine sehr interessante Farbe" nehmen wir kaum noch wahr. Um kurz vor neun erreichten wir dann Parkplatz D, parkten den Honda und machten uns auf den 2km langen Fussmarsch Richtung Fahrerlager Nürburgring. Und da begann es langsam. Das Herzklopfen. Viele können das nicht nachvollziehen, aber wenn ich den Geruch von Benzin, verbranntem Gummi und vor allem das Dröhnen der V8 Maschinen wahrnehme, wird mir warm ums Herz. Genau dann stellt sich dieses unbeschreibliche Gefühl ein, welches mir sagt "Alter, du bist zuhause!".


Nachdem sich der erste Gefühlsausbruch gelegt hat, nehmen wir wieder unser alljährliches Ritual auf. Erstmal zwei, drei Stunden durch das Fahrerlager schlendern, und dabei den Alltag mal komplett ausblenden. Irgendwann gegen Mittag geht es dann auf die Tribüne. Pünktlich um 13:45 Uhr poltern die ersten DTM Renner auf uns zu. Spätestens an diesem Zeitpunkt merke ich, dass es sich auch dieses Jahr wieder gelohnt hat. Gegen 17:00 Uhr machen wir uns dann wieder auf den Heimweg und tauschen noch ein wenig die gewonnen Eindrücke aus. Nächster Tag, die gleiche Prozedur. Morgens oder besser gesagt nachts klingelt das Handy, gegen 6:00 Uhr gehts dann wieder Richtung Nürburgring. Es ist einfach unbeschreiblich welche Gefühle Autos in einem hervorrufen können. Alles scheint perfekt, doch gegen 13:30 Uhr merken wir, dass noch etwas zum perfekten Nürburgringwochenende fehlt. Ein halbe Stunde später, pünktlich zum Start des Rennens bekamen wir dann, was wir vermisst hatten: Regen im Überfluss. Zehn Minuten lang schüttete es wie aus Kübeln, wir waren inzwischen komplett durchnässt. Das Rennen an sich war dann mal wieder viel zu schnell vorbei. Genau wie das ganze Wochenende.

Mir bleibt nur eines zu sagen. Ich freue mich schon wieder tierisch auf genau dieses eine Wochenende im August!

 

Ein paar Fotos werde ich bei Gelegenheit noch reinstellen.

7.11.06 17:02

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