Europa GP 2007 am Ring (1/3)

Ich hatte mich schon viele lange Monate auf dieses Wochenende gefreut. Nun war es endlich soweit. Die Ferien begannen mit einem absoluten Knallerweekend. Am vergangenen Freitag ging es, wieder in jedem Jahr, wieder in Richtung Eifel. Diesmal aber nicht wie gewohnt zur DTM, sondern zur Königsklasse, zur Formel 1. Freitagmorgen, ab ins Auto. Insgeheim hatte ich darauf gehofft noch zum ersten freien Training der Formel 1 am Ring anzukommen, aber es dauerte dann doch länger als erwartet. Naja, irgendwann waren dann die legendären Eifellandstraßen erreicht. Als ich dann plötzlich die Nordschleife entdeckte und somit auch gleichzeitig wusste, dass es nur noch wenige Minuten zum Ziel sind, da kam es wieder. Dieses ganz spezielle Nürburgringfeeling. Das Adrenalin steigt, der Puls geht hoch. Vorbei an den zahllosen Campingplätzen rund um den Ring ging es dann in Richtung K72. Dort wurde ich dann auf Höhe der Fordkurve rausgeschmissen. Sofort drang Motorensound an mein Ohr, besser gesagt der unvergleichliche Sound der GP2 Boliden. Ich wusste, wie eigentlich immer, wenn ich Motorensound rund um den Ring höre, ich bin zuhause. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Ich weiss, für manche Menschen, wahrscheinlich sogar relativ viele, mag das nicht nachvollziehbar sein, wie ein Mensch dermaßen abgehen kann, wenn er unglaublich laute Rennwagen hört, aber bei mir ist es einfach so. Nach einer kurzen Gedenksekunde machte ich mich also über ein paar Schleichwege in Richtung Strecke auf. Der große Vorteil des Freitages ist die Tatsache, dass freie Platzwahl herrscht. Also musste ich nicht großartig meine Tribüne suchen, sondern konnte mich auf die erstbeste begeben. Inzwischen hatte es eifeltypisch zu regnen begonnen. Wobei Regen das Wetter nicht wirklich exakt beschreibt. Es war ein saftiges Gewitter. Das war dann auch der Grund für eine Unterbrechung des GP2 Trainings. Naja, ich hatte also erstmal die Gelegenheit, mich unter einer Tribüne an der Dunlopkehre abzutrocknen. Rund eine Viertelstunde später machten sich dann die ersten mutigen Nachwuchspiloten auf Zeitenjagd. Allerdings hatten einige Fahrer deutliche Schwierigkeiten mit dem nassen Untergrund. Das Kiesbett wurde zum Treffpunkt aller Übermütigen. Knapp zehn Minuten später war dann das Training beendet. Es war endlich soweit.
Die 2,4 Liter V8 Motoren wurden angelassen. Die Formel 1 machte sich über den Eifelkurs her. Mein Puls ging nochmals deutlich in die Höhe. Der Sound geht einem durch Mark und Bein. Es ist einfach unglaublich. Etwas, was jeder einmal erleben sollte. Auch Leute, die sich nicht sonderlich für den Motorsport interessieren sollten sich einmal die Formel 1 live anschauen. In den nächsten 80 Minuten machte ich dann knapp 300 Fotos. Gegen Ende des Trainings bemerkte ich dann, dass meine Arme immer mehr brannten. Der Regen hatte sich in der Zwischenzeit verzogen und die Sonne sorgte nun für den ersten Sonnenbrand. Als dann einige Minuten später das zweite freie Training beendet war, machte ich mich dann in Richtung Haupttribüne auf. Dort hatten einige Teams eigene Stände aufgebaut. Unter anderem auch BMW Sauber. Die Münchener hatten sich etwas abseits des Parkplatzes vor der Haupttribüne den „BMW Sauber Pitlane Park“ aufgebaut. Der Eintritt war kostenlos. Also nichts wie rein. Was mich sofort beeindruckte war die Gastfreundlichkeit der Hostessen. Man bekam ein Schlüsselbändchen mit einem Access Pass umgehängt, dazu noch ein Paar Ohropax, zusammen mit dem Hinweis „Für die Show nachher“. Was mit diesem Hinweis gemeint war, fand mit einem Blick auf eine Übersichtstafel relativ schnell heraus. In einer Dreiviertelstunde fand eine Formel 1 Demonstration statt. Der Pitlane Park ist eine Art Ausstellung, in dem man Formel 1 zum Anfassen geliefert bekommt. Man kann selbst Mario Theissen spielen und sich an den Kommandostand setzen und den Teamfunk verfolgen. Anschliessend kann man sich einzelne Flügel und Flaps genauer anschauen, am Lenkrad drehen oder selbst einen Reifenwechsel durchführen. Zudem sind noch zahlreiche Fahrzeuge, aus dem BMW Motorsportprogramm ausgestellt. Merchandisingstände vervollständigen das Erlebnis. Und natürlich nicht zu vergessen das Highlight. Ein 90 Meter langer Kurs stellt den Mittelpunkt des Parks dar. Dort konnte man dann in regelmäßigen Abständen Jörg Müller bei der Arbeit zusehen. Diese Arbeit bestand darin, Donuts auf die nasse Bahn zu zaubern. Nach diesem unbeschreiblichen Sounderlebnis machte ich mich dann noch kurz in Richtung Haupttribüne auf um zu schauen, was die Teams sonst noch zu bieten hatten. Auf dem Parkplatz hatten Red Bull Racing/ Scuderia Toro Rosso, Bridgestone und Toyota eigene Stände mit ausgestellten Formel 1 Boliden ausgestellt. Meine Kamera lief auf Dauerbetrieb. So kamen im Laufe des Tages knapp 400 Bilder zusammen. Es wären auch noch mehr geworden, aber der Akku stellte dann den Dienst ein. Naja, der Freitag war somit beendet.

25.7.07 19:38

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