Kaffeefahrt in der Eifel

Einen wunderschönen guten Bon Giorno, frei nach Rene Marik,

 

ich habe eben mit Schrecken festgestellt, dass der Blog ganz schön hinkt, dass ich lange nichts mehr geschrieben habe und das soll sich hiermit ändern. Immerhin hat sich seit dem letzten Eintrag ordentlich was getan. Was genau? Ganz einfach: Ich bin wieder ein glücklicher Mensch! Warum? Diejenigen wissen schon bescheid.

So, jetzt aber zum eigentlichen Grund meine neu entdecken Schreibseeligkeit. Zwei Jahre Pause waren angesagt, im Juli ging es dann endlich wieder in Eifel, der eine oder andere wird es sich schon denken, der Nürburgring hatte mich wieder in seinen Bann gezogen. Die Formel 1 trug dort den großen Preis von Deutschland aus. Durch die neu aufkommende Vettelmania war die ganze Sache natürlich deutlich interessanter, mehr dazu aber später. Neben der Formel 1 stand an diesem Wochenende aber noch ein zweites Highlight an: Die große Eröffnung des neuen Nürburgrings. Aber fangen wir vorne an. Die Wirtschaftskrise wirkte sich in diesem Jahr auch auf mein Portmonnaie aus und genau aus diesem Grund fiel die Entscheidung, nicht wie sonst ein ganzes Wochenende am Ring zu verbringen, nein, ein Freitag tat es auch. So waren schnell 160 Euro gespart, mindestens.

Kaum auf dem Parkplatz angekommen musste mein Vater natürlich wieder seiner latenten Blasenschwäche Tribut zollen. Ich nutzte die Zeit schon einmal und schwatzte einem fliegenden Händler zwei Tageskarten ab, legte40 Euro auf den nicht vorhandenen Tisch und machte mich auf in Richtung Start/Ziel. Kurz darauf stieß mein Vater dann wieder dazu. Am Horizont tat sich schon das erste deutliche Anzeichen des neuen Nürburgrings auf. Der Ring Racer – eine schier unglaubliche Achterbahn, die schnellste der Welt um genau zu sein. Ein unglaubliches Ding, und wir waren ja noch knapp 700 Meter davon entfernt. Auf dem Weg zur Strecke baute sich dann rechts von uns so ganz nebenbei das Eifeldorf Grüne Hölle auf. Eine Art Centerpark im Stil der Eifel. Auch sehr beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass da, wo jetzt eine riesige Themenlandschaft entstanden ist, wo vor knapp zwei Jahren noch Wald war. Wirklich sehr sehr beeindruckend. Aber zurück zum Ring Racer, wir kamen dem Teil also immer näher und je näher man kam, desto mehr ging einem der Stift. Neben der ersten Schleife dieser pompösen Achterbahn stand, wie auch in den Jahren zuvor, die Bilstein – Tribüne. Nunja, ich bin ein Mensch, der leider Gottes unter Höhenangst leidet, vor einigen Jahren stand ich bei der DTM eben auf dieser Bilstein – Tribüne und mir ging echt die Düse. Der Ring Racer überragt diese Tribüne aber noch locker um 10 Meter. Für mich stand also schnell fest: Das Ding ist nichts für mich, obwohl ich die Beschleunigung (von Null auf 217 in 2,4 Sekunden) gerne mal erleben würde.

Aber nicht nur die schnellste Achterbahn der Welt hat mir die Schuhe ausgezogen, insgesamt ist der neue Ring ein richtig amtliches Ding geworden, absolutes Highlight ist die Tatsache, dass mitten auf der neuen Vergnügungsmeile ein Subway Laden hingesetzt wurde.

Zurück zur Formel 1: Ich hab mich besonders auf die Königsklasse gefreut, seit gut einem Jahr habe ich meine SLR Kamera, die Schlauen unter euch haben sicherlich schon gemerkt, dass 2007 also noch mit der alten Kamera angegangen werden musste. Ergo, nach DTM, WTCC und Fia GT war die Formel 1 also die ultimative Bewährungsprobe für meine fotografischen Künste. Und, was soll ich sagen, es macht umso mehr Spaß die Boliden mit vernünftigem Equipment zu jagen. Aber Fotos sind das Eine, der Sound der Autos ist etwas ganz besonderes. Nach wie vor, zumal es durch den Wegfall der Traktionskontrolle noch ein bisschen puristischer geworden ist. Am Ende des Tages sammelten sich gut 1200 Fotos auf der Speicherkarte, reicht oder?

Aber zurück an die Strecke. Das Tolle an einem Freitagsticket ist, dass man auf nahezu alle Tribünen darf, sprich theoretisch einmal um die Strecke düsen kann, wenn man denn fix genug auf den Beinen ist, wir waren es aber zum Glück. Auf dem Weg von Tribüne zu Tribüne hielt ich dann immer wieder Ausschau nach einer Sebastian Vettel Cap. Der Nürburgring hatte für den Jungstar extra eine eigene Tribüne ins Leben gerufen. Fans, die ein Ticket für eben diese Tribüne ergatterten, bekamen noch eine Basecap dazu und die sah gar nicht mal so schlecht aus. Problem an der ganzen Geschichte war, dass dieses Teil 30 Euro kostet und ich nicht bereit war, soviel dafür auszugeben. Aber ich war frohen Mutes, dass es irgendeinen Händler geben würde, der das Ding für weniger als 30 Euro anbieten würde…keine Chance, das höchste der Gefühle waren 29 Euro. Selbst in Nürburg selbst keine Billighändler. Also ging ich ohne Cap nach Hause, aber ich ging bzw. fuhr glücklich nach Hause. Die Formel 1 ist eben ein absolut beeindruckendes Erlebnis und ich kann es jedem, wirklich jedem empfehlen, sich das mal live zu geben.

27.8.09 16:36

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen