Sonstiges

Heute Abend Pub???

Die 13. Klasse bringt üblicherweise einen sehr angenehmen Ausflug mit sich, die Studienfahrt. Unser Zweig hatte sich die irische Hauptstadt Dublin als Ziel ausgesucht. Am 14. Oktober ging es dann los. Allerdings erst einmal mit richtig viel Stress. Verantwortlich dafür war ich selbst. Auf dem Weg zu Carsten, den ich mit zum Bahnhof genommen habe, bemerkte ich, dass ich mein Handy vergessen hatte. Kein Problem, denn wir hatten ja genug Zeit eingeplant. Was allerdings nicht geplant war, war die Tatsache, dass Carsten zum verabredeten Zeitpunkt sich erst auf den Weg unter die Dusche machte. Naja, zum Glück habe ich eine sehr spontane Schwester, die mir dann mein Handy zum Bahnhof in Hannover brachte. Um 19 nach stiegen wir dann in den Zug, 20 nach ist er abgefahren. Punktlandung. Dann gings also mit der Bahn in Richtung Bremen. Dort ging dann der Flieger nach Dublin, ich weiß es ist eigentlich verboten, als Hannoveraner ab Bremen zu fliegen, aber naja, war eben billiger. Nach eineinhalb Stunden Flug hatten wir dann wieder festen Boden unter den Füßen. Irischen Boden. Schnell die Koffer geholt, dann ab zum Hostel. Eine ausführliche Beschreibung des Hostels erspare ich euch lieber. Es ist es schlicht und einfach nicht wert. Einige Details sind allerdings äußerst erwähnenswert. Z.B. unser Zimmer. Es begrüßte uns mit Hochbetten, schätzungsweise 1,90m lang. Sechs Betten auf max. 15 m². Dazu ein kleines Wandbrettchen, ein Tisch, der genauso klapprig war wie der Stuhl. Das absolute Highlight war aber ein kackender Esel von Picasso, der unsere Wand schmückte. Highlight Nummer zwei war das sensationelle Panorama, das sich uns bot. Die Bahn in Sichtweite, dazu ein schöner Blick auf die Ghetto artigen Hinterhöfe Dublins. Kurz ausgepackt und dann schnell mal einen Blick in die Stadt geworfen. Schnell stachen uns die unglaublich hohen Preise ins Auge. Ein Beck's (0,5l) für 2,50€, eine stinknormale Falsch Vodka für 30€ und mehr. Das saß. Naja, Hunger hatten wir dann irgendwann auch. Also schnell zu Burger King, da dann der nächste Schock. Ein einfaches Menü für acht Euro. Schnell entwickelte sich Spar zu unserer Hungerhochburg. Auch da waren die Preise zwar deutlich über denen, die wir gewohnt waren, aber wenigstens einigermaßen bezahlbar.

Der nächste Tag führte uns in das Guinness Storehouse, das vor allem durch seinen Blick auf Dublin bestach, und in ein Gefängnis, in dem viele Revolutionäre und Freiheitskämpfer ihren Tod fanden. An sich richtig interessant. Abends folgte dann die erste Partynacht. Sie begann mit Wolle Petry und endete im CitiClub. Dort fand Zimmerkamerad Jan tiefste Befriedigung in einer jungen Dame, die wahnsinnige Sachen mit ihrem Bein anstellen konnte. Tag zwei sah dann einen Besuch der Bank of Ireland vor, eher langweilig. Genauso wie das Trinity College, das wir anschließend besuchten. Ausnahme war die Bibliothek, die einen vor Ehrfurcht erstarren ließ und ein irischen Alphavogel, der in der Lage war, fast ein komplettes Baguette in einem Stück zu verschlingen. Abends folgte dann noch ein so genannter Pub Crawl. Wir begleiteten zwei Musiker, die von Pub zu Pub zogen, dort für ein wenig Livemusik sorgten, um dann weiter zu ziehen. Den würdigen Endpunkt dieses Pub Crawls setzten wir dann selbst, indem wir das Niedersachsenlied zum Besten gaben. Der nächste Morgen wurde dann unerwartet langweilig. Dafür sorgte nicht die Stadtführung durch Dublin, sondern der Guide, der uns von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit führte. Eine Stadtführung dieser Art lohnt sich allerdings erst dann, wenn man schon zehn mal in Dublin war und noch etwas neues sehen möchte. Für Erstankömmlinge war diese Führung aber nichts. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung, also beschlossen wir auf eigene Faust zum Croke Park zu marschieren. Dort erwarteten uns dann zwei Welten, zum Einen der Croke Park selbst, eines der modernsten Stadien der Welt und zum Anderen der slumartige Wohnbezirk rund um das Stadion. Es wurde einem schon ein bisschen mulmig, als man in den engen Gassen hinter der abgeflachten Tribüne entlang ging. Überall Stacheldraht und da, wo kein Stacheldraht war, ragten Glassplitter aus den Wänden. Ab und zu konnte man dann auch noch ein paar Kinderklamotten und Fußbälle in den Zäunen sehen. Das war teilweise schon ein bisschen beängstigend. Nach wenigen Minuten waren wir dann vor der Gegengeraden angekommen. Zwischen uns und dem Croke Park waren nur noch die Eingangskreuze und ein brasilianischer Ordner. Ein netter Kerl. Nach einem kurzen Plausch ließ er uns dann noch unsere Fotos machen, sodass wir glücklich von Dannen ziehen konnten. Aufgrund des EM Qualifikationsspiel zwischen Irland und Zypern gleichte das Stadion an diesem Tag allerdings einer Festung. Zeitgleich mit den Iren spielte auch die deutsche Nationalelf gegen Tschechien. Wir beschlossen das Spiel in einer Sportsbar zu schauen. Naja, Deutschland wurde von den Tschechen vorgeführt. 0:3! Wir waren bedient. Dieses Gefühl der Niederlage zog sich dann auch noch in den nächsten Tag, der relativ früh mit einer Busfahrt nach Belfast begann. Dort angekommen, stärkten wir uns erst einmal mit einem Hunters Chicken. Lecker dieses Zeug, allerdings musste man, ob man wollte oder nicht, sofort husten, wenn man alleine den Duft der Sauce einatmete. Danach folgte eine Stadtführung der besonderen Art. Zum Einen war der Guide einer der besten, die ich jemals erlebt habe, zum Anderen steckt Belfast voller Geschichte, die absolut greifbar ist und an jeder Straßenecke unmittelbar zu spüren ist. Ich hatte so meine Vorurteile gegen Belfast, aber ich muss sagen, dass ich alle innerhalb dieses Nachmittags verlor. Belfast ist einfach eine richtig schöne Stadt. Ganz nebenbei kam es in der nordirischen Hauptstadt zu einem Duell, das in die Geschichte eingehen wird. Daniel und Ich lieferten uns ab dieser Führung nun auch ganz offiziell einen Kampf um die Krone der Fotos. Ein digitaler Schwanzvergleich sozusagen. Mehr dazu aber später. Am späten Nachmittag ging es dann wieder zurück in Richtung Dublin. Im Übrigen wurde auch das ultimative Satz der Studienfahrt geprägt. Er stammte von Lennart und bestach durch Fachwissen und unglaublicher Kompetenz. „Kann man Kuhfleisch wirklich essen? Ich habe das noch nie auf einer Speisekarte gesehen. Das ist doch bestimmt giftig!“ Muss man dazu noch was sagen? Der vorletzte Tag bot uns dann nochmal ein echtes Highlight. Ein Cliff Walk. Eine Wanderung. Ich weiß, es hört sich jetzt nicht wirklich nach einem Traum an, aber es waren einfach sensationell schöne Bilder. Leider machte ich an diesem Tag so viele Fotos, dass mein Kameraakku langsam aber sicher die weiße Fahne schwenkte. Aber ich konnte einfach nicht anders, als all diese wunderschönen Impressionen auf meiner Speicherkarte festzuhalten. Glücklich aber auch geschafft ging ist dann abends wieder zum Hostel zurück. Nach einer kurzen Rehabilitationsphase folgte ein schon fast legendärer Pubabend, ein legendär schlechter. Naja, ich möchte nicht weiter darauf eingehen. Auf jeden Fall habe ich an diesem Abend Seiten an meinen Mitschülern kennen gelernt, die ich lieber nicht nochmal sehen möchte. Der letzte Tag diente dann der Ausnüchterung. Ohne uns! Wir machten uns noch einmal auf in Richtung Croke Park, um uns eine Stadionführung zu genehmigen. Und die hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es lässt sich definitiv nicht in Worte fassen, welche Eindrücke wir dort bekommen haben. All dieser Luxus an jeder Ecke und dieser Gigantismus, der schiere Wahnsinn. Wenn ihr einmal nach Dublin kommt und auch nur einen Hauch Sportbegeisterung mitbringt, dann ist eine solche Führung ein Muss. Anschießend folgte dann noch ein Gang durch das GAA Museum, in dem die Geschichte der irischen Nationalsportarten Hurling und Gaelic Football zu bestaunen ist. Sehr beeindruckend, was dort so abgeht. Wieder im Hostel angekommen, gings dann auch schon wieder ans Einpacken. Schließlich war es der letzte Abend in Dublin. Ein Abend, an dem wir es aber auch noch einmal richtig krachen ließen. Dementsprechend verkatert ging es dann nächsten Morgen auf in Richtung Airport. Es folgte ein entspannter Flug, eine noch entspanntere Bahnfahrt und ein Wiedersehen mit dem Menschen, den ich über alles liebe!

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Mario Barth zu Gast in Hannover!


Der dritte Dezember, 20:18 Uhr. Das Licht geht aus und die (AWD) Halle tobt. Eine dumpfe Stimme kündigt das nun folgende Prozedere an. "Wir schreiben das Jahr 1972. Vor den Augen seiner Mutter wird ein kleiner Junge geboren. 30 Jahre später ist er nun hier. Der Mann, der alle Frauen haben kann und auch jede Frau hatte. (...)". Mit einem kollosalen Feuerwerk betritt ein junger Mann mit ausgeprägtem Berlinakzent die Bühne. Er ist der Mann, der die Frauen versteht, aber keiner weiss so richtig warum er dies eigentlich tut. Mario Barth weiss einfach wie Frauen funktionieren!

Beispiel gefällig? Man geht mit seiner Freundin auf eine Party. Man(n) will sich so richtig abschießen. Also fahren du hin und deine Freundin zurück. Dann is jeder mal gefahren. Deine Freundin ist wahrscheinlich schon zu diesem Zeitpunkt total angepisst, weil sie sich mal wieder 4:36 Std "fertig" gemacht hat und es trotzdem nicht so geworden ist wie sie es sich eigentlich erhofft hatte. Ihr fahrt also zur Party und du musst dich natürlich so schnell wie möglich volllaufen lassen; Wer weiss wie lange es deine Freundin aushält. Also schnell 15 - 20 Vodka - RebBull trinken, denn man will ja auch richtig voll sein. Immerhin fährt dich deine Freundin in deinem Autodeinem Auto einzuparken, rückwärts! Sie knallt also den Rückwärtsgang rein, natürlich ohne die Kupplung zu treten. Ich sag euch ihr glaubt nicht so es sich anfühlt, mit 80 Sachen rückwärts zu fahren. Und natürlich, das Unvermeidliche passierte. Unser Auto landete also in einer Laterne. Und das trotz einer Park Distance Control. Deine Freundin wundert sich nur, was da denn so komisch piept und ermahnt dich nur, dein Auto mal in der Werkstatt checken zu lassen. Nunja, du als betrunkener Mann merkst also nicht mehr so viel und lässt deine Freundin proforma am Leben. Du fragst sie aber, ob sie das war. Natürlich war sie es, aber was sagt deine Freundin? "Nein!". Du gibst ihr eine zweite Chance. "Wie kommt denn die Laterne auf die Rückbank?". Als Antwort kriegst du dann nur sowas wie "Ja was weiss ich, was du mit deinem Auto so machst!!!". Völlig angekotzt geht ihr beide also in eure gemeinsame Wohnung. Und bei Männern ist das immer so. Wenn wir betrunken sind, dann haben wir meisten immernoch so ein bisschen Hunger. Du gehst also in die Küche und holst eine 3 Kilo Gans aus dem Froster. Backofen angeschmissen, Gans drauf und mit dem Wein, den du dir von der Party als Reiseproviant mitgenommen hast, begießen. Der Nachteil an der ganzen Geschichte ist, dass so eine Weihnachtsgans so ihre drei, vier Stunden braucht. Was macht man also in der Zeit? Deine Freundin steht seit knapp einer halben Stunde im Bad um sich "bettfertig" zu machen. Du legst dich also ins Bett und versuchst solange, bis die Gans fertig ist zu schlafen. Nach knapp zwei Stunden wachst du wieder auf, weil deine Freundin gerade ins Bett kommt. Sie musste sich ja schließlich "bettfertig" machen, drei Stunden... nach Hause. Und wenn man dann nur so angetrunken ist, dann merkt man viel zu viel. Eine halbe Stunde und 18 Vodka - RedBull später wirst du von deiner Freundin also aus dem Paradies liebevoll mit dem Satz "Ey, wir fahrn!!!!" abgeholt. Du schleifst dich ins Auto, haust mit letzter Kraft den Gurt ins Schloss und übergibst dich deinem Schicksal, das in Form deiner Freundin neben dir sitzt. Doch bei uns Männern ist das immer so: Wenn wir betrunken sind, dann schlafen wir an den unmöglichsten Orten, u.a. auch im Auto. Doch kurz bevor du wieder zuhause bist, wachst du wieder auf. Du hörst den Motor kreischen, weil deine Freundin die ganze Zeit im ersten Gang gefahren ist. Immerhin hat sie ein Automatikwagen und kann also mit einer manuellen Gangschaltung nichts anfangen. Vor deiner Einfahrt angekommen, ging nun an den Horror für jeden Mann. Deine Freundin versucht mit

Du versuchst sie also noch ein bisschen abzulenken und überredest sie noch ein bisschen Flaschendrehen mit dir zu spielen. Sie fängt also mit der Weinflasche an zu drehen. Was sie nicht wusste war, dass da noch ein kleiner Schluck Rotwein drin war, der sich also jetzt auf deiner Tapete ausbreitete. Nachdem sie also völlig entnervt die komplette Wand mit Salz pflasterte, konnten wir endlich weiterspielen. Die Flasche zeigte auf sie, sodass sie dich Wahl zwischen Wahrheit und Pflicht hatte. Da sie aber so angepisst war, nahm sie Wahrheit, denn sie hatte partout keine Lust um halb vier noch etwas zu machen. Das war meine Chance. Ich fragte sie: "...du? Mäuschen? M...M...Mäuschen, w...w...w...weisst du wer mein Auto kaputt gemacht hat?". Ihr glaubt nicht wie sauer eine Frau werden kann.

Das war nur ein kleiner Auszug aus dem 90 minütigem Programm. Und ich kann euch sagen, jede einzelne, dieser 90 Minuten hat sich voll und ganz gelohnt! So sehr, dass ich mich wohl auch im Mai wieder dort blicken lassen werde. Und den Freunden der schonungslosen Comedy kann ich auch nur empfehlen sich das mal anzuschauen. Die 27€ lohnen sich auf jeden Fall.

Bleibt mir abschliessen eigentlich nur noch zu sagen:

Männer sind primitiv, ABER glücklich!

 

1 Kommentar 4.12.06 14:13, kommentieren